Baufeld IV

Das baugemeinschaftliche Konzept sieht eine Mischnutzung aus genossenschaftlichen Mietwohnungen,  Eigentumswohnungen, Ateliers im Eigentum und in genossenschaftlicher Nutzung, kleinteilige Gewerbeeinheiten sowie Wohnungen und Treffpunkträume für einen Sozialen Träger vor. Die Wohn- und Ateliereinheiten werden an Selbstnutzer vergeben, die genossenschaftlichen Einheiten sind dauerhaft im Genossenschaftsbesitz und werden kostendeckend ohne marktorientierte Aufschläge vermietet.

Die Nutzer werden von Beginn an in den Planungsprozess eingebunden. Das gesamte Gebäude wird aufbauend auf einem grundlegenden Architekturkonzept bewohnerorientiert geplant, sodass gemeinschaftliche Räume und typologische Variationen gemeinsamen bzw. individuellen Vorstellungen angepasst werden können. Im Erdgeschoss besteht durch eine großzügige Raumhöhe die Möglichkeit, Ateliers mit Emporen oder Zwischenetagen im Selbstbau einzurichten und auszubauen, im 1. und  2. Obergeschoss können familiengerechte Wohnungen mit kleinen Studios als Maisonette geschaltet werden. So entsteht insgesamt ein Gebäude, das durch die Mischung unterschiedlicher Finanzierungskonzepte und Nutzungsformen ein hohes Maß an Urbanität und lokaler Vernetzung erreichen wird.

Das integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt ist ein Modellprojekt, das ohne weitere Subventionierung eine soziale und funktionale Mischung sicherstellt und somit prototypisch für weitere gemeinschaftliche Hausprojekte sein kann. Die Verknüpfung genossenschaftlicher Rahmenwerke, gemeinschaftlicher Baugruppenprozesse und sozialer Träger impliziert eine diskursiv und partizipativ angelegte Planung, die als Prozess und im Ergebnis differenzierte Raumangebote entwickelt und ein hohes Maß an Integrität für das Projekts sicherstellt.

Weitere Informtionen:
http://ifau.berlin.heimat.de
http://www.heidevonbeckerath.com
http://www.selbstbaugenossenschaft.de
http://www.wohnportal-berlin.de/projekt/integratives-bauprojekt-am-ehemaligen-blumengrossmarkt